Wenn die Drohne Richtung Boden kracht – was ist zu tun?

Erst kürzlich ist es wieder passiert: Ein Pilot musste mit seinem Hubschrauber einer Drohne ausweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Dabei verlor er die Kontrolle über seinen Helikopter und stürzte in einen Baum. Das alles geschah in South Carolina – im Südosten der USA.

Das erscheint erst einmal ganz schön weit weg. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Ereignis auch bei uns in Deutschland passiert, steigt mit der Anzahl an verkauften Drohnen. Um schlimme Unfälle zu vermeiden, sollten sich alle Drohnenbesitzer mit den Regeln im Luftraum auseinandersetzen.

Was muss ich vor dem Drohnenkauf wissen?

Es gibt viele strenge Vorschriften, die du kennen solltest, bevor du dir eine Drohne kaufst. Seitdem Drohnen zu einem kleineren Preis verkauft werden und inzwischen mit vielen Features ausgestattet sind, steigt natürlich auch das Risiko für Unfälle und Schäden. Was alle Drohnenpiloten vereint: sie brauchen eine Drohnen-Haftpflichtversicherung. Wie der Name schon verrät, ist diese Versicherung eine Pflichtversicherung und somit Voraussetzung für das Fliegen einer Drohne. Die Vorschrift gilt seit 2005 und zwar unabhängig davon, ob du deine Drohnen nun privat oder gewerblich einsetzt.

Bring deine Versicherung ins Spiel!

Jede Versicherung hat ihre eigenen, individuellen Schadensprozesse. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du einen Schaden melden kannst. Das kann per Post, Telefon oder per App ablaufen. Du schilderst den Schaden und sendest Fotos vom Geschehen. Meistens benötigt deine Versicherung auch schriftliche Informationen zu den Geschädigten und dem Schadenshergang. Bei vereinzelten Fällen entscheidet deine Versicherung, ob ein Gutachter zur Klärung hinzugezogen werden muss. Auf jeden Fall solltest du den Schaden so schnell es geht mit Fotos, Videos und Zeugenaussagen dokumentieren. Notiere die Daten aller Zeugen und Geschädigten, um eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Deine Drohnen-Haftpflichtversicherung kommt für die Sach- und Personenschäden auf, die durch deine Drohne verursacht werden. Es kann zum Beispiel passieren, dass deine Drohne die gläserne Terrassentür deines Nachbarns zerstört oder du aus Versehen bei der Landung eine Person verletzt. Genau in solchen Fällen schützt dich deine Drohnen-Haftpflichtversicherung! Je nach Versicherung unterscheidet sich dabei die Gesamthöhe der abgedeckten Schäden.

Wenn du eine FPV Drohne besitzt und mehr Informationen benötigst, schau mal hier vorbei.

Und wer hat nun Schuld?

Jeder Drohnenpilot haftet grundsätzlich für Schäden, die seine Drohne verursacht hat. Dabei ist es egal, ob du an dem Unfall Schuld bist oder nicht. Zerstört oder verletzt deine Drohne etwas oder jemanden, bist du Schuld. Genau das ist auch der Grund, warum du unbedingt eine spezielle Haftpflichtversicherung für dich und deine Drohne brauchst.

Wenn deine Drohne bei einem Unfall beschädigt wird und nicht mehr flugfähig ist, stellt sich natürlich die Frage, wer für diese Kosten aufkommt. Deine Drohnen-Haftpflicht kommt nur für die Kosten der geschädigten Personen auf, nicht aber für Schäden an deiner Drohne. Um auch deine Drohne abzusichern, bieten einige Versicherungen spezielle Drohnen-Kaskoversicherungen an.

Prinzipiell solltest du dir bewusst sein, dass Drohnenfliegen mehr ist, als nur auf einem Controller herumzudrücken. Auch dieses Hobby kann hohe Schäden verursachen, gegen die du dich unbedingt absichern solltest. Befolgst du die Regeln des Bundesverkehrsministeriums, stehen dir und deiner Drohne viele schöne Flugstunden bevor!

Bleib sicher!

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